Die Worte aus der “Nachfolge Christi” treffen uns ohne Abschwächung. Sie beschönigen nichts. Sie versprechen keinen bequemen Weg. Und doch sprechen sie von Heil, von Leben, von innerem Frieden – alles gegründet im Kreuz.
Heute beginnt die Fastenzeit. Und ehrlich gesagt: Mein erster Gedanke war ziemlich schlicht.
Ich faste heute eben. Vielleicht verzichte ich bewusst auf etwas. Vielleicht spende ich etwas Geld. Und am Abend gehe ich in den Gottesdienst und lasse mir das Aschekreuz auf die Stirn zeichnen.
Ansonsten hätte ich den Tag wahrscheinlich ganz normal verbracht.
Vor über zwei Jahren habe ich einen Artikel mit dem Titel Warum es nicht verrückt ist, an die biblische Schöpfungsgeschichte zu glauben geschrieben.
Darin hatte ich im Kern behauptet, dass es keine zwingenden naturwissenschaftlichen Belege gibt, die einen Glauben an ein wörtliches Verständnis der biblischen Schöpfungsgeschichte als unvernünftig erscheinen lassen.
Den heutigen Evangeliumstext finde ich ausgesprochen herausfordernd.
Jesus erklärt den Menschen, was es wirklich bedeutet, Christ zu sein – also ihm nachzufolgen und ihm sein Leben anzuvertrauen.
Heute möchte ich euch einen kurzen Text aus den Psalmen vorstellen, der gerade genau mein inneres Bedürfnis trifft.
Geht es dir momentan vielleicht genauso?
Bischof Hilarius von Poitiers (um 315–367), einer der großen Kirchenlehrer der frühen Kirche, ist für mich ein Beispiel eines wahren Gottesdieners.
Viele Menschen spüren irgendwann im Leben: Es muss da mehr geben. Mehr als das, was man sehen und greifen kann – eine tiefere Wahrheit, eine innere Stimme, eine Sehnsucht nach Sinn, Liebe und Orientierung. Christen glauben, dass genau dafür der Heilige Geist da ist: als Kraft Gottes in uns. Er hilft zu erkennen, was wirklich zählt, und gibt Mut, das Gute auch zu tun.
Mal ehrlich, wer von uns geht wirklich gerne in die Kirche?
Auch für mich als gläubiger Katholik ist das nicht leicht. Denn ich bin leider auch nicht so heilig wie ich das gerne hätte. Und deshalb muss ich mich an manchen Sonntagen regelrecht zwingen, in den Gottesdienst oder die Anbetung zu gehen.